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Frauen in der Versorgungsfalle

Rentenansprüche

txn-a. In vielen Ehen in Deutschland geht es noch klassisch zu: Frauen kümmern sich um den Haushalt und die Kinder. Ihre Männer sorgen für das Einkommen und die Rente. Altersvorsorge? Die überlässt jede dritte Frau in Deutschland einfach ihrem Mann. Die Folgen werden oft unterschätzt: Für Frauen klafft die Versorgungslücke im Ruhestand besonders weit auseinander – Altersarmut droht.

Das Prinzip der gesetzlichen Rentenversicherung ist im Grunde simpel: Je länger und je mehr Beiträge ein Versicherter in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, desto höher wird die Rente. Da Frauen jedoch rund 22 Prozent weniger Geld verdienen als ihre männlichen Kollegen, sind ihre Beiträge in die Rentenkasse stets niedriger. Hinzu kommen Jobpausen und Teilzeitjahre, in denen Frauen sich der Familie widmen, um die Kinder kümmern oder Angehörige pflegen. Die Folgen: Im Durchschnitt kommen Frauen auf 15 Versicherungsjahre weniger als Männer und erhalten mit durchschnittlich 645 Euro nur knapp 40 Prozent der Rente der Männer, die von knapp 1.600 Euro ausgehen dürfen.

Petra Timm, Arbeitsmarktexpertin von Randstad weiß: „Frauen sind beim Thema Altersvorsorge mehrfach benachteiligt. Die enorme Lücke in der gesetzlichen Altersvorsorge zwingt zum Umdenken. Frauen, die im Alter genügend Geld zum Leben haben möchten, müssen sich jetzt mit dem Thema Geldanlage und privater Finanzplanung auseinandersetzen."

Besonders wichtig: Frühzeitig mit einer zusätzlichen Altersvorsorge beginnen. Ein Vertrag über vermögenswirksame Leistungen kann schon mit dem Aus¬bildungs-vertrag abgeschlossen werden. Und weitermachen – auch wenn das Geld einmal knapp ist, wenn beispielsweise das Kind auf der Welt ist. Hilfreich ist, dass Versicherungen Babypausen in ihre Modelle aufgenommen haben. So lässt sich in Zeiten der Kindererziehung der Betrag einfach aussetzen. Nach wie vor gilt, dass die Riesterrente für viele verheiratete Frauen eine ideale Einsteiger-Variante ist. Zulagen für Kinder erhöhen die Rendite und können selbst dann in Anspruch genommen werden, wenn man nicht arbeitet.

Was viele nicht wissen: Auch mit Minijobs ist eine Absicherung für das Alter möglich. Geringfügig entlohnte Mitarbeiterinnen profitieren hier insbesondere von einer betrieblichen Altersvorsorge, mit der sie eine Förderung in gleicher Höhe wie Angestellte erhalten.

„Eine Patentlösung bei der Altersvorsorge gibt es nicht, aber viele gute Ansätze. Auf die Ehe als Versorgungsmodell ist jedoch kein Verlass. Wichtig ist, dass Versicherungen immer auch auf die Frau ausgestellt werden. Sonst steht sie im Ernstfall ohne etwas da", fasst Petra Timm von Randstad zusammen.

[Fotonachweis: auremar/Fotolia]

 
Autor:
TextNetz
 
› von Claas Appold • 01.06.2016 • 183x gelesen

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