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Bewerbungstipps für Mütter

txn-a. Viele gut ausgebildete Frauen geben, wenn es um die Gründung einer Familie geht, ihren Beruf zunächst auf, um sich einige Jahre aufopfernd um die Erziehung ihrer Kinder zu kümmern. Doch sind die aus dem Gröbsten raus, möchten sich nicht wenige Mütter erneut beruflich engagieren. Bei der Suche nach einem neuen Job sollten Frauen mit Kind daher besonderen Wert auf einwandfreie Bewerbungsunterlagen legen und vor allem zusätzliche Schlüsselkompetenzen (Soft Skills) hervorheben.

Dass Personalentscheidern klar strukturierte, aussagekräftige und einwandfrei formulierte Bewerbungen wichtig sind, ist allgemein bekannt. Die Unterlagen sollen einen ersten Eindruck vom Bewerber vermitteln und bieten die Chance auf ein persönliches Gespräch. Deshalb ist eine fehlerfreie und vollständige Form wichtig: Das Anschreiben gehört an den Anfang, direkt dahinter der Lebenslauf, anschließend folgen Zeugnisse und Praktikumsbeurteilungen.

Nach wie vor empfiehlt es sich, ein Bewerbungsfoto mitzuschicken. Denn ein gut gemachtes Foto informiert und betont für den Betrachter, wie wichtig der Job für die Bewerberin ist. Daher sollte das Foto unbedingt aktuell und von einem professionel-len Fotografen gemacht worden sein. Frauen unterstreichen ihr gepflegtes Auftreten am besten durch ein Kostüm oder einen Blazer, eine ordentliche Frisur, etwas Make-up und, wenn gewollt, dezenten Schmuck. Der Gesichtsausdruck sollte freundlich aber bestimmt sein – das signalisiert Professionalität, Offenheit und Selbstbewusstsein.

Wie lange der Personalentscheider die Bewerbung schließlich tatsächlich in den Hän-den hält, hängt meist vom Anschreiben ab. In kurzen und aussagekräftigen Sätzen sollte direkter Bezug auf die Stellenanzeige, die gewünschten Fachkenntnisse und die erforderlichen Soft Skills genommen werden. Auch zusätzliche, zu dem Stellenangebot passende Stärken können hier gerne aufgeführt werden. Petra Timm, Unternehmenssprecherin vom Personaldienstleister Randstad Deutschland weiß: „Leider versuchen viele Mütter in ihrer Bewerbung, die Familienphasen wie Mutterschutz und Elternzeit zu verstecken. Dabei ist das weder nötig noch sinnvoll. Denn häufig erwerben Frauen besonders in der Zeit der Kindererziehung wertvolle Soft Skills, die für ein Unternehmen interessant sein können: zum Beispiel soziale Kompetenz, Organisations- und Durchsetzungsstärke, Kommunikationsvermögen, analytisches Denken oder die Fähigkeit zur Problemlösung." Zusätzlich punkten kann, wer sich ehrenamtlich oder freiwillig engagiert.

Mittlerweile erkennen viele Firmen das Potenzial von Frauen und richten ihre Unter-nehmenspolitik darauf aus. Sie ziehen etwa Teamplayer, die sich harmonisch in ein bestehendes Arbeitsumfeld einfügen können, Einzelkämpfern vor. Soft Skills werden daher neben den notwendigen Fachkenntnissen immer wichtiger. Mit einer gut entwickelten Sozialkompetenz fällt es Mitarbeitern beispielsweise leichter, sich auf die verschiedenen Denk- und Arbeitsweisen ihrer Kollegen einzustellen.

Es lohnt sich daher, den künftigen Arbeitgeber von den eigenen Stärken zu überzeu-gen. Eine Bewerberin, die sich neben ihrer Familie zum Beispiel jahrelang in einem gemeinnützigen Verein eingebracht und Arbeitsgruppen geleitet hat, beweist neben ihrem Organisationstalent eine hohe Belastbarkeit, Eigeninitiative, Selbstdisziplin, Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und Führungsqualitäten. Bewerberinnen sollten es jedoch nicht übertreiben und auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Denn spätestens beim Bewerbungsgespräch muss sie beweisen, welche Skills sie tatsächlich beherrscht.

Foto: Miramiska/Fotolia/randstad

 
Autor:
txn-a./txn.de
 
› von Claas Appold • 24.01.2017 • 78x gelesen

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