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Zirkus Stefano will vorerst in Pirna bleiben
 
Ob Lama oder Kamel – exotische Tiere sind in diesem Winter ein alltäglicher Anblick in Pirnas Fußgängerzone. Der Zirkus Stefano, der auf dem Sonnenstein Winterquartier bezogen hat, sammelt mit Hilfe der Vierbeiner Spenden. Von 10 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr darf ein Zirkustier nebst Begleitung in der Dohnaischen Straße für den Familien-Zirkus werben. Allerdings vorerst nur noch bis zum Donnerstag, denn dann läuft die Genehmigung aus, informiert Pirnas Ordnungsamtsleiter Steffen Martin.

Die Stadtverwaltung überlegt derzeit, wie sie mit dem Zirkus weiter umgeht. „Es ist ein sehr diffiziles Problem“, erklärt Martin. „Es geht um die Schicksale von Tieren und natürlich auch um Menschen.“ Das Spenden sammeln in der Fußgängerzone sei dennoch keine dauerhafte Lösung. Für die Tiere scheinen die täglichen Ausflüge in die Stadt – entgegen anders lautender Befürchtungen – aber unbedenklich zu sein. Nach Auskunft von Amtstierarzt Dr. Werner Müller können sie durchaus eine begrenzte Zeit täglich in der Fußgängerzone geführt werden, ohne Schaden zu nehmen.

Der Zirkus plant unterdessen, den gesamten Winter in Pirna zu verbringen. „Wir möchten bis zum Frühjahr hier bleiben“, sagt Karina Spindler vom Zirkus Stefano. Seine drei Ende 2004 in Dresden beschlagnahmten Tiere – das Kamel „Suleika“ und die beiden Lamas „Carmen“ und „Fleckchen“ – hat der Zirkus inzwischen zurück bekommen, und es stellt sich so etwas wie Normalität ein. „Die Pirnaer Bevölkerung hilft uns sehr“, so Karina Spindler. Viele Menschen würden Geld, aber auch Brot, Heu und anderes Futter für die Tiere spenden. Mit Auftritten vor Publikum sehe es allerdings schlecht aus, und an eine Reparatur des Zirkuszeltes sei auch nicht zu denken. „Das kostet 7 600 Euro“, sagt Karina Spindler, „und die haben wir einfach nicht.“
 
Dienstag, 18. Januar 2005 18:15 86
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