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Dresden kämpft für Welterbe-Titel-Erhalt
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Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) will weiter um den Erhalt des UNESCO-Welterbetitels für das Dresdner Elbtal kämpfen. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagte sie am Montag in Dresden im Vorfeld der Sitzung des Welterbekomitees im spanischen Sevilla (22. bis 30. Juni). Sie wolle vor dem Gremium noch einmal die rechtlichen Aspekte skizzieren und deutlich machen, dass es um eine etwa 20 Kilometer lange Flusslandschaft mit mehreren Stätten von historischer Bedeutung gehe. Ziel sei es, einen weiteren Aufschub bis nach Vollendung der von der UNESCO kritisierten Waldschlößchenbrücke zu erreichen. Das Dresdner Elbtal steht wegen der Brücke seit 2006 auf der Roten Liste der gefährdeten Welterbestätten. Die UNESCO ist der Ansicht, dass die Brücke das Elbtal irreversibel zerschneidet und die Kulturlandschaft mit ihren Flussauen zerstört. Der Brückenbau läuft seit Ende 2006 und soll 2011 abgeschlossen sein. Die Stadt geht davon aus, dass das fertige Bauwerk im Gesamtblick anders eingebettet in der Landschaft erscheine als zur Zeit mit „einer doch aggressiven Baustelle“, sagte Orosz. Erst nach Ende der Bauarbeiten solle beurteilt werden, ob das Areal so überwindbar zerrissen und betroffen sei, wie in der bisher einseitigen Welterbe-Diskussion befürchtet. Die Brücke sei nur ein kleiner Teil, der Titel aber für ein Gebiet vergeben worden, das mit der Harmonie von Altstadt, moderner Baukunst und Natur ein Spiegelbild dessen sei, worauf es beim Welterbe ankomme. Rund 80 Prozent der einbezogenen Flussufer-Bereiche stünden teils schon länger unter Schutz und würden behutsam entwickelt. „Ich möchte alle Möglichkeiten ausschöpfen, die uns davor bewahren, den Titel zu verlieren“, sagte Orosz. Sie sei von der Vereinbarkeit von Brücke und Titel überzeugt. „Wir appellieren, dass man das gesamte Areal nicht so einfach von der Liste streicht, sondern Veränderungen und Entwicklungen mit berücksichtigt.“ Nach Informationen der dpa ist es nahezu ausgeschlossen, dass sich die 21 Komitee-Mitglieder in Sevilla doch noch für den Erhalt des Titels einsetzen oder die Entscheidung über die Aberkennung vertagen. In der Beschlussvorlage des UNESCO-Welterbezentrums in Paris ist die Titel-Aberkennung vorgesehen. Dresden soll daher kein Geld mehr aus einem 150 Millionen Euro umfassenden Fördertopf für deutsche Welterbestätten erhalten. Die Stadt sei davon bisher weder mündlich noch schriftlich informiert worden, so Orosz. Von der Entscheidung der Expertenkommission um Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auf Basis der erwarteten Titelaberkennung habe sie am 6. Juni in der Zeitung gelesen. Dies sei „ein sehr unseriöses Verhalten“. Quelle: saechsische-schweiz-osterzgebirge.de |
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