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Versandhaus Quelle ist vorerst gerettet
 

Die 8.000 Beschäftigten von Quelle, darunter 1.200 Angestellte in Leipzig, können erst einmal aufatmen. Vier Stunden hat der Bürgschaftsausschuss der Bundesregierung verhandelt bis feststand, dass Bund und Länder dem Unternehmen finanziell unter die Arme greifen werden. Damit ist Quelle vorerst gerettet.

Hilfe von Bund und Ländern

Insgesamt 50 Millionen Euro werden Quelle zur Verfügung gestellt. Die Hälfte des Betrages wird dabei der Bund übernehmen, die andere Hälfte werden die Länder Bayern und Sachsen beisteuern.

Zur Insolvenz des Unternehmens kam es unter anderem durch die finanziellen Schwierigkeiten des Mutterkonzerns Arcandor. So musste Quelle vor der Anmeldung seiner Insolvenz alle finanziellen Mittel an Arcandor überweisen, so dass dem Unternehmen selbst keine eigenen Mittel zur Verfügung stehen. Außerdem wird dem Quelle-Vorsitzenden Konrad Hilbers vorgeworfen, aktuelle Entwicklungen nicht beachtet und innerhalb des Konzerns Fehler gemacht zu haben. Diese Vorwürfe weist Hilbers allerdings vehement zurück.

 

Finanzielle Hilfe für Quelle, aber nicht für Arcandor

Arcandor

Neben Karstadt und dem Reiseunternehmen Thomas Cook gehören zum Arcandor-Konzern auch "Primondo". Unter diesem Namen hat Arcandor ihre Versandhandelsgeschäfte gebündelt, unter anderem mit Quelle und HSE 24.


Noch vor wenigen Wochen wies der Bund Finanzmittel zur Unterstützung des Quelle-Mutterkonzerns Arcandor zurück. Die komplexe Struktur des Konzerns wurde in Frage gestellt und nicht zuletzt wurde auch die Eigeninitiative der Eigner kritisiert.  Trotz dessen erhielt nun Quelle einen Kredit von 50 Millionen. Dieses Geld soll das Unternehmen zumindest bis zum Jahresende über Wasser halten.  Die Bundesregierung geht davon aus, dass das Geld komplett zurückfließen wird. Quelle hat in den letzten Jahren eine positive Entwicklung vom traditionellen Versandhändler hin zum Internet-Shopping-Anbieter vollzogen. Im schlimmsten Fall würde die Insolvenzmasse von Quelle den Kredit tilgen können

Bis Weihnachten gerettet

Nach einer Prüfung durch die EU, kann der Kredit an Quelle vergeben werden. Damit soll Quelle bis zum Weihnachtsgeschäft am Markt bestehen können. Nach Vorgaben der EU muss das Unternehmen allerdings nach sechs Monaten ohne staatliche Hilfe bestehen können. Sollte es Quelle innerhalb dieser Zeit nicht schaffen den Kredit zurück zu zahlen und ihr Unternehmen gewinnbringend umzustrukturieren, steht trotz der jetzigen Hilfen des Staates eine Insolvenz bevor. (co)

Quelle: sachsen-aktuell.com

 
 
 
Dienstag, 30. Juni 2009 14:50 313
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