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Wer bleibt zuhause?

Familie und Beruf

txn. Obwohl sich heute immer mehr junge Väter um ihren Nachwuchs kümmern möchten, bleibt nach der Geburt eines Kindes meist die Mutter zuhause – und der Vater geht Vollzeit arbeiten. Dieses konservative Familienmodell verändert sich nur langsam, der Hausmann wird auch heute noch von vielen als Exot angesehen. Dabei ist es am Ende unerheblich, ob Mutter oder Vater zu Hause bleiben. Denn eines ist sicher: Wer sich um den Nachwuchs kümmert, nimmt in der Regel berufliche Nachteile in Kauf. Die Möglichkeit, den alten Job in Teilzeit auszuüben, gibt es nicht immer. Selbst wenn ein reduziertes Engagement am Arbeitsplatz möglich ist, wirkt sich die Teilzeitoption hinderlich auf die Karriere aus und schmälert die Rentenansprüche.

Aber auch das Vollzeit arbeitende Elternteil ist mit der Situation oft nicht zufrieden, da regelmäßig zu wenig Zeit bleibt, um das Familienleben im gewünschten Umfang genießen zu können.

Arbeitsmarktexpertin Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad empfiehlt: „Jedes Elternpaar sollte individuell entscheiden, welche Lösung die beste ist. Dazu gehört auch, sich von den Erwartungen anderer freizumachen und zu seiner Entscheidung zu stehen. Elterngeld und Elternzeit sind natürlich wichtige Faktoren, die sich individuell anpassen lassen. Letztlich geht es jedoch um das „Bauchgefühl" der Eltern. Zudem müssen die finanzielle Situation, das vorhandene Betreuungsangebot und die Familienfreundlichkeit des Arbeitgebers berücksichtigt werden. Denn all' dies beeinflusst die Möglichkeiten der jungen Familie."

Aktuell wünschen sich die meisten Eltern, Erwerbstätigkeit und Erziehungsarbeit besser teilen zu können. Mit dem neuen Elterngeld Plus, das für Kinder gilt, die nach dem 1. Juli 2015 geboren werden, lässt sich dies mittlerweile auch besser umsetzen: Eltern, die noch während der Kinderbetreuung beide mit 25 bis 30 Stunden in Teilzeit wieder in ihren Beruf zurückkehren möchten und in etwa gleich verdienen, haben so die Möglichkeit, sich gemeinsam um den Nachwuchs zu kümmern. Durch weitere vier Bonusmonate werden junge Familien mit dem Elterngeld Plus jetzt auf maximal 1,5 Jahre stärker finanziell gefördert und können daher Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren.

[Bildnachweis: Randstad/Monkey/fotolia.com]

 

 

 
Autor:
Claas Appold
 
› von Claas Appold • 15.05.2015 • 388x gelesen

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